Allergiezentrum Wien West

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Spezialthema: Nahrungsmittelallergie

Der Verzehr von Nahrungsmitteln bedeutet nicht für jeden einen Genuss. Bei einer Nahrungsmittelallergie betrachtet der Körper einen oder mehrere, eigentlich harmlose Nahrungsmittelbestandteile als gefährlich. Es kommt zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems- man reagiert auf bestimmte Stoffe in der Nahrung allergisch.

Dabei bildet der Organismus häufig Antikörper vom IgE-Typ, die nach einer Blutabnahme im Labor nachweisbar sind.  Sie binden sich an bestimmte Zellen und veranlassen diese, Histamin und andere Gewebshormone freizusetzen, was zu den entsprechenden Allergiebeschwerden führt. Nahrungsmittelallergien können von fast allen Lebensmitteln ausgelöst werden. Sie verursachen Symptome wie z.B. Schleimhautschwellungen, Hautausschläge, Magen-Darmbeschwerden, oder Atembeschwerden (manche Symptome sind jedoch nicht Ergebnis einer Lebensmittelallergie, sondern einer Lebensmittelintoleranz – weitere Informationen zum Unterschied zwischen Lebensmittelintoleranz und Lebensmittelallergie finden sie hier). Schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock sind ebenfalls möglich. Prinzipiell kann jedes Nahrungsmittel eine Allergie auslösen. Bei Kindern bereiten Kuhmilch, Hühnerei, Soja, Weizen und Erdnuss am häufigsten Probleme. Bei Erwachsenen sind es Haselnuss, Sellerie, Obst und Fisch. In zunehmender Zahl werden auch Allergien auf Hülsenfrüchte oder Soja beobachtet.

Prinzipiell kann jedes Nahrungsmittel eine Allergie auslösen.

Prinzipiell kann jedes Nahrungsmittel eine Allergie auslösen.

Die Grundlage der Allergiediagnostik ist das Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin, die Anamnese. Die Befragung zielt darauf ab, die Symptome des Patienten und die Umstände deren Auftretens detailliert zu erfassen. Oft ist dazu ein längerer Beobachtungszeitraum notwendig, während der Patient ein Tagebuch führt, in dem er alle seine Mahlzeiten dokumentiert. Anschließend werden Hauttestungen und IgE-Bestimmungen durchgeführt. Hier können Sie online einen Termin mit einem unserer Nahrungsmittelspezialisten vereinbaren.

Als Therapie der Nahrungsmittelallergie ist eine Allergenkarenz, das heißt der strikte Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel, notwendig. Die Meidung von versteckten Nahrungsmittelallergenen ist aber logischerweise schwierig und erfordert Ernährungswissen. Patienten, die schon Systemreaktionen bis zu einem allergischen Schock erlebt haben sowie Asthmatiker sollten mit Notfallmedikamenten, z.B. mit einem Adrenalin (Epinephrin-) Autoinjector, ausgerüstet werden.